Girodays 2026: Nauders stand drei Tage lang ganz im Zeichen des Radsports
Mit den Girodays verwandelte sich Nauders am Reschenpass einmal mehr in einen Treffpunkt der internationalen Radsportszene. Vom Race Across the Alps über das stimmungsvolle Nightrace bis hin zum legendären Dreiländergiro bot das Veranstaltungswochenende hochklassigen Sport, emotionale Momente und beste Bedingungen für tausende Radsportbegeisterte.
Race Across the Alps feierte 25-jähriges Jubiläum
Den Auftakt machte das Race Across the Alps, das heuer sein 25-jähriges Jubiläum feierte. Das als härtestes Eintagesrennen der Welt bekannte Ultracycling-Event führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf einer rund 525 Kilometer langen Strecke durch Österreich, Italien und die Schweiz und verlangte ihnen dabei alles ab.
Bei den Herren setzte sich Patrick Hagenaars durch und sicherte sich den Sieg vor Frederic Pasqualini und Michael Oberrauch. Das Damenrennen gewann Tina Büttner vor Alexandra Podpeskar und Hanna Lutz.
Ein besonderer Moment war das Ende einer Ära: Rennleiter Kurt Folie organisierte das Race Across the Alps heuer zum letzten Mal. Über acht Jahre hinweg prägte er die Entwicklung des traditionsreichen Rennens maßgeblich und trug entscheidend dazu bei, das Event als Fixpunkt im internationalen Ultracycling-Kalender zu etablieren.
Spannende Entscheidungen beim Nightrace
Bereits am Vorabend des Dreiländergiros sorgte das Nightrace für einen stimmungsvollen Auftakt der Girodays. Auf dem Rundkurs im Ortszentrum von Nauders lieferten sich die Teilnehmer packende Duelle und begeisterten das Publikum mit spannenden Rennszenen. Zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer säumten die Strecke und sorgten für eine besondere Atmosphäre, die den Ortskern in eine Radsportarena verwandelte.
Den Sieg sicherte sich Silias Motzkus vor Daniel Federspiel und Jonas Holzknecht. Mit seinem Mix aus sportlichem Wettkampf und einzigartigem Ambiente hat sich das Nightrace längst als fixer Bestandteil der Girodays etabliert und stimmte Teilnehmer wie Besucher perfekt auf den Dreiländergiro ein.
Dreiländergiro begeistert rund 3.000 Radsportler
Den Höhepunkt der Girodays bildete die 33. Auflage des Dreiländergiros. Rund 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellten sich der Herausforderung und nahmen eine der beiden Strecken – Stelvio Engadin oder Stelvio Vinschgau – in Angriff. Bei besten Bedingungen führte die Strecke einmal mehr durch die beeindruckende Bergwelt Österreichs, Italiens und der Schweiz und machte den Dreiländergiro seinem Ruf als einer der schönsten Radmarathons Europas gerecht.
Auf der anspruchsvollen Strecke Stelvio Engadin über 168 Kilometer und 3.600 Höhenmeter (Stilfserjoch – Umbrailpass – Ofenpass – Norbertshöhe) kam es bei den Damen zu einem deutschen Dreifachsieg. Julia Schallau (Team BikesnBoards) gewann in 5:32:21 Stunden und verteidigte damit erfolgreich ihren Vorjahrestitel. Auf den weiteren Podestplätzen folgten Eva Schien (Radsport Team Gaimersheim) und Henriette Beil (Petz Racing).
Im Herrenbewerb setzte sich ebenfalls ein deutscher Athlet durch: Manuel Popp (Radteam Impuls e.V.) gewann in 4:58:17 Stunden vor dem Belgier Frederic Glorieux (GF cycling club - Tauris) und Miguel Brugger (Team INFINITY Cycling).
Auf der kürzeren, aber ebenfalls anspruchsvollen Strecke Stelvio Vinschgau über 120 Kilometer und 3.000 Höhenmeter (Stilfserjoch – Umbrailpass – Reschenpass) dominierten die österreichischen Athletinnen. Melanie Geiger (LeXXi Racing) siegte in 4:09:41 Stunden vor Janine Vierthaler (EDELSTEN Racing Team) und Kathrin Neumann (Team Bike Zoo Zillertal).
Im Herrenrennen setzte sich Leander Ihle (well cycling team, GER) in 3:37:15 Stunden durch. Dahinter komplettierten Michael Fankhauser (Team Bike Zoo Zillertal, AUT) und Lorenz Mitterhuber (Radgut Bikestore & Werkstatt, AUT) das Podium.
Mit dem erfolgreichen Abschluss des Dreiländergiros gingen die Girodays 2026 zu Ende. Das Veranstaltungswochenende unterstrich einmal mehr die Bedeutung von Nauders als eine der führenden Radsportdestinationen im Alpenraum und bot den zahlreichen Athletinnen und Athleten sowie den vielen Zuschauerinnen und Zuschauern unvergessliche sportliche Erlebnisse.